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Schwangerschaft

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Migränebehandlung in Schwangerschaft und Stillzeit: PMRCD02

Schwangerschaftswunsch:

In den ersten 14 Tagen nach dem ersten Tag der letzten Menstruation (ausgehend von einem gleichmäßigen 28-Tage Zyklus (!) ) kann davon ausgegangen werden, dass keine Schwangerschaft vorliegt.

  • Bei einem gleichmäßigen Zyklus kommt es etwa 14 Tage VOR der Menstruation zum Eisprung.
  • 6 Tage nach Eisprung erfolgt die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutter, und somit der erste Kontakt zwischen „Mutter und Kind“.
  • Eine medikamentöse Behandlung der Migräneattacken ist daher ungefähr für die Dauer der ersten 3 Wochen nach dem ersten Tag der letzten Menstruation ohne Gefährdung der Frucht möglich, weil bis dahin noch kein Kontakt zum mütterlichen Blut besteht.
  • Eine bestehende Schwangerschaft kann mit neueren Schwangerschaftstests ab dem 6.-10- Tag NACH Eisprung nachgewiesen werden, das heißt es gibt ca. 3 Wochen nach der Menstruation einige „unsichere“ Tage, in denen man vor Einnahme einer Akutmedikation die Durchführung eines Schwangerschaftstestes empfiehlt.

Attackenbehandlung der Migräne in der Schwangerschaft oder Stillzeit

  • 1000 mg Paracetamol (Tablette, Brausetablette, Suppositorium)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung. Paracetamol ist plazentagängig. Aus Untersuchungen an zahlreichen (923) Mutter-Kind-Paaren haben sich keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Paracetamol während der ersten drei bis vier Monate der Schwangerschaft und dem Auftreten von Fehlbildungen ergeben.

Stillzeit

Strenge Indikationsstellung.
Paracetamol geht in die Muttermilch über. Es sind bisher keine nachteiligen Folgen für den Säugling bekanntgeworden.

oder:

  • 1000 mg Acetylsalicylsäure (Tablette, Brausetablette)

Schwangerschaft

Kontraindiziert im 3. Trimenon bei hoher Dosis und in jedem Fall nach der 36. Schwangerschaftswoche.
Strenge Indikationsstellung im 1. und 2. Trimenon sowie im 3. Trimenon bis zur 37. Schwangerschaftswoche b. niedr. Dos.
Tierexperimentell sind Implantationsstörungen und Fehlbildungen beobachtet worden. In verschiedenen epidemiologischen Studien ist ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko mit der Einnahme von Salicylaten im 1. Trimenon in Zusammenhang gebracht worden. Dies scheint jedoch bei normalen therapeutischen Dosen gering zu sein. Die Hemmung der Prostaglandinsynthese führt im 3. Trimenon zur Verzögerung und Verlängerung der Geburt, Wehenhemmung und einem vorzeitigen Verschluß des Ductus arteriosus Botalli, unter der Geburt zu einem erhöhten Blutverlust, bei Neugeborenen kann es zur intrakraniellen Blutung kommen.
Ob Natriumsalicylat wie Prostaglandinsynthesehemmer einen wehenhemmenden Effekt sowie einen verfrühten Verschluß des Ductus arteriosus beim Feten verursacht, ist nicht bekannt.

Stillzeit

Kontraindiziert b. hoh. Dos. Strenge Indikationsstellung b. niedr. Dos.
Salicylate gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da bei gelegentlicher Einnahme nachteilige Wirkungen auf den Säugling bisher nicht beobachtet wurden, wird ein Unterbrechen des Stillens während der Behandlung in der Regel nicht erforderlich sein. Bei regelmäßiger Einnahme hoher Dosen sind Risiken wegen mangelnder Entgiftung durch das Neugeborene (z. B. Kernikterus) nicht auszuschließen, so daß bei zwingender Indikation ein frühzeitiges Abstillen erwogen werden sollte.

oder:

  • Magnesium i.v. (z.B.:Mg 5-Sulfat Amp. 10% Injektionslösung )    

Schwangerschaft

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.

Stillzeit

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.

oder:

  • Imigran 25mg/100mg (Tablette, Nasenspray, Suppositorium)

Schwangerschaft

Strenge Ind.-Stellung Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen.

Stillzeit:

Stillen bis 24 h nach Anwendung vermeiden

Die Substanz geht in die Milch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekanntgeworden.

Behandlung der Übelkeit:

  • Meclozin 25 mg (Tablette)

Schwangerschaft

Strenge Ind.-Stellung.Bei umfangreicher Anwendung am Menschen hat sich kein Verdacht auf eine embryotoxische/teratogene Wirkung ergeben. Der Tierversuch erbrachte jedoch Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. Diese scheinen für den Menschen ohne Bedeutung zu sein.

Stillzeit

Strenge Ind.-Stellung; Subst. geht wahrscheinl. in Muttermilch über; Substanz führt zur Verminderung der Milchproduktion.

oder

  • Dimenhydrinat 50mg/150 mg (Dragees, Suppositorien)

Schwangerschaft

 Strenge Ind.-Stellung, insbes. im 3. Trim. Bei umfangreicher Anwendung am Menschen hat sich kein Verdacht auf eine embryotoxische/teratogene Wirkung ergeben.

Stillzeit

Kontraindiziert. Substanz geht in die Milch über. In Abhängigkeit von Dosis, Art der Anwendung und Dauer der Medikation kann das Befinden des Säuglings vorübergehend beeinträchtigt werden.

oder

  • Metoclopramid 20 mg (Tropfen, Tabletten, Suppositorien)

Schwangerschaft

Strenge Indikationsstellung im 1. Trimenon. Ausreichende Erfahrungen über die Anw. beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen.

Stillzeit

Kontraindiziert. Substanzen erscheinen nur in geringen Mengen in der Milch. Da der Einfluß der Dopaminantagonisten auf das kindliche Nervensystem nicht geklärt ist, ist die Anwendung aber kontraindiziert.

 

Migräneprophylaxe:

  • Magnesium 600 mg/Tag (Kapsel/ Trinkgranulat)

Schwangerschaft

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.

Stillzeit

Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind nicht bekanntgeworden.

oder

  • Betablocker (Propanolol)  100-200mg/Tag

Schwangerschaft

Bradykardie, Hypotonie, Hypoglykämie und Atemdepression (neonatale Asphyxie) beim Neugeborenen möglich. Deshalb Therapie 48–72 Std. vor dem errechneten Geburtstermin beenden. Ist dies nicht möglich, müssen Neugeborene bis 72 Std. nach der Entbindung sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Strenge Indikationsstellung. In Abhängigkeit von der Konzentration in der Milch sind betablockierende Symptome möglich (Bradykardie, Atemdepression).

 

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